Im Internet kursierte vor einiger Zeit ein Mail einer Monika Maron
über einen ihrer Artikel für die „Welt“, der – angeblich –
aus reiner Willkür und entgegen der Meinung aller(!?) Mitarbeiter
aus dem aktuellen Heft „Der Welt“ geworfen wurde.
Wer
in lesen will, der findet ihr hier :
(Das ist jetzt allerdings
eine Seite der „Welt“, also wurde der Artikel doch
veröffentlicht?)
Die Romane der Frau Maron erscheinen bei S.Fischer (was meines
unwerten Erachtens nicht unbedingt ein Renommee ist) und ich gestehe
ohne Bedauern, noch niemals von ihr gehört zu haben (was auch kein
Renommee ist).
In dem Artikel geht es in erster Linie darum, dass offensichtlich
deutsche Politiker auf jede Gelegenheit geradezu warten um vor den
Forderungen türkischer Mitbürger in die Knie zu gehen und diese
freudigst zu erfüllen.
(Damit zeigt Frau Maron, dass sie noch
niemals mit Politiker zu tun gehabt hat, denn dieser erfüllen nur
dann Wünsche, wenn sie dafür bezahlt werden. Sonst nicht!)
Und
sie stellt die Frage, warum nur türkischstämmige Deutsche mit
Forderungen kommen und nicht auch polnische und vietnamesische. Nun,
hätte die Dame ihre eigene Zeitung aufmerksamer gelesen (oder andere
Medienberichte der letzten Jahre beachtet), dann wäre ihr wohl
aufgefallen, dass sehr wohl auch polnische und serbische, iranische
und mexikanische, französische und nigerianische Minderheiten ihre
Forderungen stellen. Ob diese Wünsche erfüllt werden? Nun, siehe
oben!
Und sie fordert von den deutschen Politikern die Aufrechterhaltung
des säkularen Staates.
Womit Frau Maron beweist, dass sie nicht
in Deutschland oder in Mitteleuropa wohnt. Deutschland ist kein
säkularer Staat! War er noch nie seit es ihn gibt. Staatsreligion
ist in Deutschland (und Nachbarstaaten) ebenso wenig wegzudenken wie
das Kruzifix im bayrischen Klassenzimmer! (Irgendwo findet es sich
immer, und sei es versteckt im Bild des Präsidenten.)
Ein kleiner und sehr unvollständiger Exkurs für Frau Maron –
frei nach dem österreichischen Zitat: „Lernen Sie Geschichte!“
Als
die Germanen kamen brachten sie ihre eigene Religion mit. Die Römer
brachten offiziell Jupiter, zumeist wurde aber Mars angebetet – bis
fast 600 n.Ch. Dann setzte sich das Christentum immer mehr durch.
Dies nur dank irischer Einwanderer. Man könnte also durchaus
behaupten, die Iren brachten ihre Religion mit. Denn mit dem
römischen Christentum war das kaum zu vergleichen. Ca. um 1.200
n.Ch. war das (irische Marien-) Christentum weit verbreitet in
Europa. Aber nicht ein Christentum sonder rund 180 verschiedene
Sekten, die sich sehr wohl auch blutigst bekämpften. Bis dann nur
noch zwei große übrig blieben. Das nennt man heute den
Dreißigjährigen Krieg. Ich selbst komme aus einem Landstrich in dem
das Christentum gerade mal seit 700 Jahre heimisch ist. Für viele
von uns also immer noch ein Fremdkörper.
Es war also immer schon so – und wird immer so bleiben – das
Menschen ihre Ansichten nicht einfach deswegen wegwerfen, nur weil
sie über eine Grenze gehen. Das kann man nicht diskutieren, das ist
Fakt.
Und der – angeblich – geforderte muslimische Feiertag in
Deutschland (von dem kein anderes Medium gehört hat?), den finde ich
eigentlich toll.
Ja – jeder Gläubige soll die Feiertage haben,
die zu seinem Glauben gehören. Aber NUR diese! Kein Weihnachten für
Gläubige des Islam und Hinduismus und Sintoismus und Buddhismus und
…!
Alle Geschäfte zu Weihnachten und Ostern zu? Nein, wenn jede
Religion NUR ihre Feiertag bekommt ersparen sich Handel und
Unternehmen viele Unannehmlichkeiten. Was wiederum ein Vorteil für
den Wirtschaftsstandort wäre.
Welche Religion ich nun bekenne? Keine von allen, die du mir
nennst. Und warum keine? - Aus Religion! (Friedrich Schiller)
Ja, für mich würde das bedeuten – gar keine Feiertage mehr.
Keine Religion = keine Feiertage.
Ach ja, eines noch Frau Maron. Das mit der Bedeutung des Verbes
„integrieren“, das stimmt schon. Nur, schon der deutschstämmige,
katholische (evangelische) Mitbürger integriert sich nicht sondern
opponiert gegen den Staat, wo es nur geht. Hintertreibt ihn,
untergräbt ihn, holt sich, was er sich nur holen kann. Und das
möglichst, ohne was zu geben. Insofern würde ich sagen, ist die
Integration der meisten „neuen“ Bürger in der Bevölkerung wohl
als geglückt anzusehen.
Denn jedes Volk hat die Führer (Politiker) die es verdient. Und
warum sollte der Bürger nicht betrügen und hintergehen, wenn alles
was er sieht nur Politiker sind, die betrügen und hintergehen?
(Und
das bezieht sich übrigen nicht nur auf Politiker, sondern auf –
nun, sagen wir mal „alle“ im Rampenlicht.)
Der schwarze Kater aus dem dunklen Nordwald sitzt auf der Mauer und sieht verwundert in die Welt.
Donnerstag, 7. Juli 2016
Freitag, 1. Juli 2016
Wiederwahl oder Wider-Wahl ?
Wir haben gewählt. - Und leider passt das Ergebnis nicht.
Also
wählen wir noch mal. So lange bis es passt? Ist das die Demokratie
des Volkes oder ist das die Diktatur von technokratischen
Politschniks, die sich hinter juristischen Quängeleien verstecken?
Es
ist mir doch egal, wer gewinnt. Ein Gewinn für das Volk ist keiner
der Kandidaten. Also sollen sie doch machen, was sie wollen. Denn
Wahlen waren noch nie korrekter und werden es auch in Zukunft nicht
sein.
Wenn
das die moderne Demokratie ist, dass eben so ob gewählt werden kann,
und Geld hinaus geworfen werden kann, nach freiem Belieben einiger
lebensfremder Politbonzen, dann bitte ohne mich.
Mein
Geld benutzt ihr dazu. Da kann ich nichts machen. Meine Stimme aber
könnt ihr euch … in der Wahlurne suchen.
Und
wenn diese Tendenz anhält – was ich vermute – dann werde ich
auch bei den nächsten Wahlen leider was Wichtigeres zu tun haben.
Schade!
Wenn
das Gesetz nicht zum Volk passt, dann wird das Volk eben passend
gemacht. Schließlich hat der Staat die Mittel dazu.
Ich
dachte einmal, dass das Volk den Monarchen als Sovereign abgelöst
hätte.
Aber
es gibt den Straf-Tatbestand des „Verunglimpfung des Staates“.
Also Majestätsbeleidigung.
Von
einer „Verunglimpfung des Volkes“ hätte ich noch nie gehört.
Es
stimmt wohl über Wahlen auch der Spruch über den Krieg:
Wie
retten wir unseren Kopf? - Stell dir vor es ist Wahl, und keiner geht
hin.
Mittwoch, 29. Juni 2016
Das Europa der Regionen
Fast
ein Freudenfeuer war es, was da aufloderte.
Ein
Blick in eines Zukunft die übersichtlich, freundlich, beherrschbar
und lebenswert erschien. Wo Bürger direkt und energisch an der
Gestaltung der Welt und der Gesellschaft mitarbeiteten und wo
Korruption und überbordende Bürokratie in die Schranken verwiesen
wurden.
Ich kann mich noch gut erinnern.
Sie nannten dieses Utopia – „Das Europa der Regionen“.
Wo nicht mehr dumpfe Nationalstaaten den Ton angaben, selbst innerlich zerstritten und von gekauften Politik-Professionalsten dem Meistbietenden verscherbelt. Wo nicht mehr von oben herab sondern vernünftig und maßvoll aus der Masse heraus gestaltet würde.
Ein Versprechen, dass sich in Schall und Rauch auflöste.
Nein – nicht einmal Schall und Rauch gab es, so schnell verschwand diese Idee in den Tiefen der Aktenkoffer. Und böswillig wäre es zu sagen „bedeckt von Zuwendungen, Geschenken und materiellen Anerkennungen“.
So ging das letzte Jahrtausend zu Ende.
Nun, der alte Kater weiß, dass ein Jahrtausend ist wie das andere. So lange es Menschen hat, wird sich nicht viel ändern.
Wie könnte es mich da wundern, wenn dann, als die Einigkeit am Kräftigsten gefordert gewesen wäre und nicht nur Zuwendungen sondern auch Anstrengung gebracht hätte, dieses Europa der politischen Gruppen anfing zu ächzen, zu knacken und zu krachen. Zu bröseln, sich zu verwerfen und zu splittern.
Damit aus dem dampfenden Humus das Neue wachsen kann. Auch wenn dieses Neue gar nicht so neu ist.
Schottland, Katalonien, Nordirland und Gibraltar machen nur den Anfang. Kärnten, Sachsen und Centre werden folgen.
Vielleicht.
Denn das mit der Selbstständigkeit, das ist so eine Sache.
Zum einen, weil in einer globalisierten Welt ein Leben ohne Einfluss von außen keine Chance hat. Und zum anderen, weil viele dadurch viel verlieren können. Also, ein paar tausend Menschen, die ein paar tausend Milliarden Euro verlieren könnten. Und gegen die paar Milliarden Menschen haben diese paar Tausend sehr wohl die Möglichkeiten vorzugehen.
Nicht direkt und nicht offen. Wozu gibt es Werbung, Medien, PR-Agenturen, Meinungsmacher und Peers.
Eine neue Dämmerung zum Europa der Regionen scheint gekommen. Wenn man es sehen will. Doch auch diese Chance wird untergehen.
Und sollte sie nicht untergehen, sollte dieser innige Zusammenschluss der halbwegs autarken Regionen mit direktester Demokratie wirklich kommen – es wird den Protagonisten der Produktions- und Medienoligarchien schon was einfallen um zu untergraben.
Weil die autonomen Regionen den Machthunger der Mächtigen behindern könnte.
Oder fördern – denn, was lässt sich leichter gegeneinander ausspielen als kleine Menschengruppen?
Ich kann mich noch gut erinnern.
Sie nannten dieses Utopia – „Das Europa der Regionen“.
Wo nicht mehr dumpfe Nationalstaaten den Ton angaben, selbst innerlich zerstritten und von gekauften Politik-Professionalsten dem Meistbietenden verscherbelt. Wo nicht mehr von oben herab sondern vernünftig und maßvoll aus der Masse heraus gestaltet würde.
Ein Versprechen, dass sich in Schall und Rauch auflöste.
Nein – nicht einmal Schall und Rauch gab es, so schnell verschwand diese Idee in den Tiefen der Aktenkoffer. Und böswillig wäre es zu sagen „bedeckt von Zuwendungen, Geschenken und materiellen Anerkennungen“.
So ging das letzte Jahrtausend zu Ende.
Nun, der alte Kater weiß, dass ein Jahrtausend ist wie das andere. So lange es Menschen hat, wird sich nicht viel ändern.
Wie könnte es mich da wundern, wenn dann, als die Einigkeit am Kräftigsten gefordert gewesen wäre und nicht nur Zuwendungen sondern auch Anstrengung gebracht hätte, dieses Europa der politischen Gruppen anfing zu ächzen, zu knacken und zu krachen. Zu bröseln, sich zu verwerfen und zu splittern.
Damit aus dem dampfenden Humus das Neue wachsen kann. Auch wenn dieses Neue gar nicht so neu ist.
Schottland, Katalonien, Nordirland und Gibraltar machen nur den Anfang. Kärnten, Sachsen und Centre werden folgen.
Vielleicht.
Denn das mit der Selbstständigkeit, das ist so eine Sache.
Zum einen, weil in einer globalisierten Welt ein Leben ohne Einfluss von außen keine Chance hat. Und zum anderen, weil viele dadurch viel verlieren können. Also, ein paar tausend Menschen, die ein paar tausend Milliarden Euro verlieren könnten. Und gegen die paar Milliarden Menschen haben diese paar Tausend sehr wohl die Möglichkeiten vorzugehen.
Nicht direkt und nicht offen. Wozu gibt es Werbung, Medien, PR-Agenturen, Meinungsmacher und Peers.
Eine neue Dämmerung zum Europa der Regionen scheint gekommen. Wenn man es sehen will. Doch auch diese Chance wird untergehen.
Und sollte sie nicht untergehen, sollte dieser innige Zusammenschluss der halbwegs autarken Regionen mit direktester Demokratie wirklich kommen – es wird den Protagonisten der Produktions- und Medienoligarchien schon was einfallen um zu untergraben.
Weil die autonomen Regionen den Machthunger der Mächtigen behindern könnte.
Oder fördern – denn, was lässt sich leichter gegeneinander ausspielen als kleine Menschengruppen?
Samstag, 25. Juni 2016
Der Zerfall des Reiches
Wenn die Menschen ihre Inbrunst verlieren, dann zerfällt das Reich.
A. de Saint-Exupery
Meine Frage lautet: „Wofür leben Sie?“Zuerst war da mein alter Freund und Weggefährte Saint-Ex, der mich (wieder mal) mit der Nase darauf gestoßen hat. (La Citadelle)
Dr. Rebekka Reinhard
Und während ich noch grüble stolpere ich über ein Interview mit Dr. Reinhard. (PM 1/2014).
Was tun die Menschen heute noch mit Inbrunst (sofern ihnen dieses Wort überhaupt noch etwas sagt)?
Wofür leben die Menschen heute?
Nein! Ich spreche hier jetzt nicht vom Sparen für den nächsten Urlaub oder für das größere Auto. Auch nicht vom liebevoll gepflegten Garten und von den im Halb-Stunden-Takt zu irgend welchen Kursen zu befördernden Nachkommen.
Wenn ich an Inbrunst denke, dann fallen mir die Leute ein, die sich vor die Panzer am TienAMen-Platz in Peking stellten (und starben). Oder in den 1970iger Jahren in Paris gegen die neoliberale Oligarchie demonstrierten (und starben). An Menschen, die Repressalien auf sich nahmen um für ihre Genossen einen 45-Stunden-Tag zu erreichen (und starben). Oder eine Sonderzahlung zu Weihnachten.
Menschen (z.B. Inder), die in Reih und Glied antraten um sich von britischen Besatzungssoldaten ohne Gegenwehr verprügeln zu lassen.
Manchem mag jetzt auch das Bild eines jungen Mannes in einem Bahnhof mit einem Rucksack voller Sprengstoff aufblitzen – ja, auch das hat etwas mit Inbrunst zu tun. Denn Inbrunst, Hingabe an eine Idee heißt noch nicht, dass diese Idee auch gut ist. Und wenn die Idee vielleicht gut ist, heißt das noch nicht, dass es nicht auch Menschen gibt, die sie (für ihre persönliche Zwecke) missbrauchen.
Doch das was mich nun beschäftigt, ist der Gedanke an die „Halbherzigkeit“.
Denn was ich tue, ich tue es halbherzig. Immer mit den Gedanken wo anders. Schon weiter. Beim Nächsten. Selbst Dinge die ich liebe, tue ich halbherzig, wenn ich ehrlich bin.
Und da ist niemand, soweit ich sehe, der anderes wäre. Die Welt der Menschen wankt und zerfällt. Weil es niemanden wirklich kümmert. Weil immer etwas anderes wichtig ist.
Und jetzt sitze ich da, und denke nach ...
Wofür stehe ich auf?
Wofür würde ich den Kopf hinhalten? Bedingungslos!
Wofür opfere ich gerne und freudig meinen Schlaf, meine Zeit, meine Kraft?
Wofür lebe ich also?
Wofür leben Sie?
Ehrlich!
Mittwoch, 15. Juni 2016
Der Weg nach Morgen
Was die Menschen am Meisten fürchten ist doch gleichzeitig die
Grundlage jeder (bisherigen) menschlichen Zivilisation -
Veränderung.
Nennen man es Entwicklung, dann fürchten sich die Menschen gleich nicht mehr so viel. Obwohl kein Unterschied besteht. Weil es keine Entwicklung ohne Veränderung gibt. Und weil jede Veränderung auch (irgendwo) eine Entwicklung darstellt.
Weil es einerseits nicht gesagt ist, dass eine Entwicklung immer zu einer Verbesserung führt. Und andererseits es auch möglich ist, dass in einer Entwicklung zwar im ersten Moment keine Verbesserung erkennbar ist und doch wieder einen Prozess in Gang setzt, der eine Verbesserung bewirkt.
Entwicklung aus der Veränderung - sozusagen.
Es ist also Wille der Menschheit, dass sich der Mensch oder zumindest die Lebensumstände des Menschen verändern. Unterschiedlich dazu ist aber der Weg.
Auf der einen Seite gab es das Marxismus, Kommunismus und Sozialismus die sich die Verbesserung der Lebensumstände der Massen auf die Fahnen geschrieben haben. Dem gegenüber standen Sozialdemokratie, Liberalismus und Kapitalismus, deren Ziel es war die Lebensumstände für einige Wenige so zu erhöhen, dass auch die Massen davon mitgezogen würden.
All dieses Sinnen ist akademisch und die Mittel der Zielerreichung über Cäsarentum, Militärdiktatur und Ständestaat bis hin zu halbwegs demokratischen Strukturen waren bestenfalls Versuche.
Drei Fakten sind jedoch unumstößlich:
X Veränderung ist - egal, ob gewollt oder gefürchtet.
X Entwicklung kann Menschenwerk sein, weil es immer wieder Menschen gibt, die sich dafür einsetzen.
X Auch wer an der Entwicklung nicht aktiv mitarbeitet, der wird verändert.
Man kann jetzt einwenden, dass man auch gegen seinen Willen verändert werden kann, obwohl man doch an der Entwicklung mitgearbeitet hat. (Ich musste einen alten Bruno Kreisky erleben als einem Mann, dessen Welt zusammengebrochen war nachdem seine Genossen den Frontenwechsel vom Sozialismus zur Sozialdemokratischen Bewegung vollzogen hatten.)
Lasst es mich mit den Worten einer alten Ratte sagen - Jage, oder werde gejagt.
Entwicklung ist machbar, setzt aber voraus, dass man "macht".
Sich hinsetzt, sich hin stellt, den Mund aufmacht.
Manchmal sicher unangenehm. Immer aber notwendig.
Nennen man es Entwicklung, dann fürchten sich die Menschen gleich nicht mehr so viel. Obwohl kein Unterschied besteht. Weil es keine Entwicklung ohne Veränderung gibt. Und weil jede Veränderung auch (irgendwo) eine Entwicklung darstellt.
Weil es einerseits nicht gesagt ist, dass eine Entwicklung immer zu einer Verbesserung führt. Und andererseits es auch möglich ist, dass in einer Entwicklung zwar im ersten Moment keine Verbesserung erkennbar ist und doch wieder einen Prozess in Gang setzt, der eine Verbesserung bewirkt.
Entwicklung aus der Veränderung - sozusagen.
Es ist also Wille der Menschheit, dass sich der Mensch oder zumindest die Lebensumstände des Menschen verändern. Unterschiedlich dazu ist aber der Weg.
Auf der einen Seite gab es das Marxismus, Kommunismus und Sozialismus die sich die Verbesserung der Lebensumstände der Massen auf die Fahnen geschrieben haben. Dem gegenüber standen Sozialdemokratie, Liberalismus und Kapitalismus, deren Ziel es war die Lebensumstände für einige Wenige so zu erhöhen, dass auch die Massen davon mitgezogen würden.
All dieses Sinnen ist akademisch und die Mittel der Zielerreichung über Cäsarentum, Militärdiktatur und Ständestaat bis hin zu halbwegs demokratischen Strukturen waren bestenfalls Versuche.
Drei Fakten sind jedoch unumstößlich:
X Veränderung ist - egal, ob gewollt oder gefürchtet.
X Entwicklung kann Menschenwerk sein, weil es immer wieder Menschen gibt, die sich dafür einsetzen.
X Auch wer an der Entwicklung nicht aktiv mitarbeitet, der wird verändert.
Man kann jetzt einwenden, dass man auch gegen seinen Willen verändert werden kann, obwohl man doch an der Entwicklung mitgearbeitet hat. (Ich musste einen alten Bruno Kreisky erleben als einem Mann, dessen Welt zusammengebrochen war nachdem seine Genossen den Frontenwechsel vom Sozialismus zur Sozialdemokratischen Bewegung vollzogen hatten.)
Lasst es mich mit den Worten einer alten Ratte sagen - Jage, oder werde gejagt.
Entwicklung ist machbar, setzt aber voraus, dass man "macht".
Sich hinsetzt, sich hin stellt, den Mund aufmacht.
Manchmal sicher unangenehm. Immer aber notwendig.
Montag, 13. Juni 2016
Fußball und der Alkohol
Ich
muss sagen, dass ich von Gladiatorenkämpfen noch nie sehr viel
gehalten haben. Gut,
sie machen Sinn um das Volk von dringlichen Problemen abzulenken und
es beschäftigt zu halten. Und um Wut und Frust ein Ventil zu
geben. Spätestens,
seit nicht mehr die persönliche Leistung oder die Leistung einer
Mannschaft über Sieg und Niederlage entscheidet, weil
Millionenschwere Interessen im Hintergrund die FIFA - äh - Fäden
ziehen, habe ich alle Interesse verloren. Wobei,
zugegeben, ein paar der Geldflüsse ganz interessant sind.
Von Menschen, welche so vollkommen im Taumel des sportlichen Patriotismuswahns verfallen, halte ich also naturgemäß eben so wenig. Zumeist sind sie ja arme Schweine, die selbst einen Ball nicht treffen würden, wenn er bewegungslos vor ihnen verharrt und denen schon die Puste fehlt um einen Zug zu erreichen oder Treppen zu steigen. Was sie zusammen hält, das ist der Wahn, das sind die Endorphine - und der Alkohol Dieser ist bei sportlichen Gruppenveranstaltungen unerlässlich! Nicht für die Sportler, sondern für die Zuseher!
Kein Skirennen ohne Flachmann. Kein Radrennen ohne trockenen Weißen. Kein Autorennen ohne Bierkühler. Kein Fußballmatch ohne Dosen.
Frankreich (welches Frankreich, bzw. welcher Teil von Frankreich?) überlegt jetzt auf Grund der gezeigten Lebenslust und des gelebten Engagements der Fans in Bereichen, in den sich Fußballfans aufhalten (könnten), Ausschank und Konsum von Alkohol zu verbieten ...
Das würde - meines Erachtens - bedeuten, ganz Frankreich trocken zu legen. Wer soll das exekutieren? Wer soll das kontrollieren? Wer kann auch nur annähernd ermessen, wie Fußballfans reagieren werden, wenn ihnen "die Luft zum Atmen" genommen wird?
... Ich freu mich drauf! ...
Von Menschen, welche so vollkommen im Taumel des sportlichen Patriotismuswahns verfallen, halte ich also naturgemäß eben so wenig. Zumeist sind sie ja arme Schweine, die selbst einen Ball nicht treffen würden, wenn er bewegungslos vor ihnen verharrt und denen schon die Puste fehlt um einen Zug zu erreichen oder Treppen zu steigen. Was sie zusammen hält, das ist der Wahn, das sind die Endorphine - und der Alkohol Dieser ist bei sportlichen Gruppenveranstaltungen unerlässlich! Nicht für die Sportler, sondern für die Zuseher!
Kein Skirennen ohne Flachmann. Kein Radrennen ohne trockenen Weißen. Kein Autorennen ohne Bierkühler. Kein Fußballmatch ohne Dosen.
Frankreich (welches Frankreich, bzw. welcher Teil von Frankreich?) überlegt jetzt auf Grund der gezeigten Lebenslust und des gelebten Engagements der Fans in Bereichen, in den sich Fußballfans aufhalten (könnten), Ausschank und Konsum von Alkohol zu verbieten ...
Das würde - meines Erachtens - bedeuten, ganz Frankreich trocken zu legen. Wer soll das exekutieren? Wer soll das kontrollieren? Wer kann auch nur annähernd ermessen, wie Fußballfans reagieren werden, wenn ihnen "die Luft zum Atmen" genommen wird?
... Ich freu mich drauf! ...
Samstag, 4. Juni 2016
Südafrika und die Menschheit
In Deutschland und Österreich finden die großen Koalitionen noch immer keinen gemeinsam Weg, Europa driftet scheller auseinander als vor dem Ersten Weltkrieg, die NSA speichert weiterhin unbekümmert, was sie an Daten bekommen kann, in Syrien, Jemen und Zentralafrika sterben die Menschen einfach so dahin, Shanghai erstickt im Smog, eine Regenfront ersäuft Mitteleuropa, Al-Quaida bekennt sich zu einem Anschlag und eine Bekannte berichtet von ihrer Südafrikareise und Nelson Mandela.
Nur eine einzige dieser Meldung ist neu. Unerwartet ist keine von ihnen (ehrlich gesagt).
Das Volk der Menschen dreht sich weiter im rasanten Tanz um das goldene Kalb und ignoriert die Veränderungen denen Zivilisation und Natur nun einmal (von Natur aus) unterworfen sind.
Ich werde wohl niemals erfahren, ob Nelson Mandela die Zeichen des Lebens verstanden hat - dass nämlich nichts Bestand hat und dass das Leben wie ein Rad ist. Niemals in Ruhe, ständig in Bewegung. Oder ob er einfach nur ein ganz besonders sturer Hund war.
Vielleicht sollte ich mir Südafrika doch einmal ansehen.
Wieso?
Weil von dort nämlich auch noch ein anderer (kleiner, brauner) Mann kam, der ebenfalls Geschichte schrieb. Eine, die der Mandelas sehr ähnlich ist. Nicht dort geboren, nicht dort aufgewachsen, aber aufgewacht scheint Mohandas "Mahatma" Gandhi dort zu sein.
Vielleicht ist ja was drann, an diesem Ende der Welt aus dem Menschen kommen, die dem Volk der Menschen als Wegweiser dienen können. Noch nicht einmal wegen der Ideen, die sie vertreten (so gerne ich auch mit ihnen übereinstimmen würde). Wegweiser sind diese beiden Männer, weil sie aufgestanden sind und getan und gesagt haben, was sie für richtig hielten. Nicht für sich, denn sie hätten sich viel ersparen können, wenn sie geschwiegen hätten. Sie haben getan, was sie glaubten tun zu müssen um die Menschheit weiter zu bringen. Weiter auf einem Weg, dessen Ziel niemand kennt. Die Menschen nicht, die Götter nicht und nicht mal der alte Kater.
Was ich weiß, dass ist, dass die Menschen nicht daran denken sich zu ändern. Vieles beherrschen sie auf dieser Welt, viel zu vieles lernen sie - aber klüger scheinen sie nicht zu werden.
Nur eine einzige dieser Meldung ist neu. Unerwartet ist keine von ihnen (ehrlich gesagt).
Das Volk der Menschen dreht sich weiter im rasanten Tanz um das goldene Kalb und ignoriert die Veränderungen denen Zivilisation und Natur nun einmal (von Natur aus) unterworfen sind.
Ich werde wohl niemals erfahren, ob Nelson Mandela die Zeichen des Lebens verstanden hat - dass nämlich nichts Bestand hat und dass das Leben wie ein Rad ist. Niemals in Ruhe, ständig in Bewegung. Oder ob er einfach nur ein ganz besonders sturer Hund war.
Vielleicht sollte ich mir Südafrika doch einmal ansehen.
Wieso?
Weil von dort nämlich auch noch ein anderer (kleiner, brauner) Mann kam, der ebenfalls Geschichte schrieb. Eine, die der Mandelas sehr ähnlich ist. Nicht dort geboren, nicht dort aufgewachsen, aber aufgewacht scheint Mohandas "Mahatma" Gandhi dort zu sein.
Vielleicht ist ja was drann, an diesem Ende der Welt aus dem Menschen kommen, die dem Volk der Menschen als Wegweiser dienen können. Noch nicht einmal wegen der Ideen, die sie vertreten (so gerne ich auch mit ihnen übereinstimmen würde). Wegweiser sind diese beiden Männer, weil sie aufgestanden sind und getan und gesagt haben, was sie für richtig hielten. Nicht für sich, denn sie hätten sich viel ersparen können, wenn sie geschwiegen hätten. Sie haben getan, was sie glaubten tun zu müssen um die Menschheit weiter zu bringen. Weiter auf einem Weg, dessen Ziel niemand kennt. Die Menschen nicht, die Götter nicht und nicht mal der alte Kater.
Was ich weiß, dass ist, dass die Menschen nicht daran denken sich zu ändern. Vieles beherrschen sie auf dieser Welt, viel zu vieles lernen sie - aber klüger scheinen sie nicht zu werden.
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