Zu Weihnachten stand mehr oder weniger ganz Südengland unter
Wasser. Als nun einer der Meteorologen meinte, das würde mit der
Klimaerwärmung zusammenhängen wurde er gekündigt. So was sagt man
nicht in der Öffentlichkeit ("The Guardian").
Florida und Texas und Madeira versinken im Regen, Rom erlebt fast
keinen Tag ohne schwere Gewitter und in den Alpen verschwinden die
Gletscher still und leise.
Aber das Wetter, und damit das Klima,
ist eine Sache für sich und hat nicht mit der Zeit zu tun, die ich
meine.
Occupy Wallstreet - der Arabische Frühling – Syrien –
Balkanroute und brennende Asylantenheime.
Eine unfassbare Gruppe
namens Anonymus stellt die Netzpraktiken der (aller) Geheimdienste an
den Pranger.
Ukraine, Italien, Deutschland, Rumänien -
Massendemonstrationen gegen staatliche Korruption
USA – Bürgerkampf gegen Polizeigewalt
Griechenland, Spanien,
Italien, Grossbritannien, Bosnien - Hungeraufstände
Die Spirale dreht sich und es ist nur mehr eine Frage der Zeit,
bis mit der nächsten Drehung die Gewalt der entrechteten und (immer
mehr) verarmten Massen gegen die Herrschenden und Besitzenden zu
nimmt.
Denn wenn Armut zunimmt, dann nimmt Gewalt zu.
Weil - und ich
sage das ja nicht zum ersten Mal in diesem Blog - wenn jemand nichts
mehr zu verlieren hat, dann verliert er/sie gerne auch noch sein/ihr
Leben, wenn er/sie damit ein Zeichen setzen kann.
Und - ein
Einzelner mag zwar nichts bewirken, aber er gibt mit seiner Tat
anderen den Ansporn sich ihm anzuschließen.
Aber es kann doc weder im Sinne der Massen noch der Besitzenden
sein, dass diese Spirale sich dreht!
Doch ist eine Änderung der
Situation von den beiden Seiten (und den wenigen, die noch dazwischen
stehen) überhaupt gewünscht? Die Besitzenden fürchten etwas von
ihrem Reichtum zu verlieren bzw. hoffen, dass die anderen Besitzenden
mehr verlieren als sie selbst. Die Massen streben den Besitzenden
nach, wollen dazu gehören. Oder, wenn sie das nicht können, Rache
für - irgendwas.
Die Fronten stehen sich gegenüber und sie entfernen sich immer
weiter voneinander. Auch, weil niemand da ist, der ernsthaft zu
vermitteln sucht. Oder ernsthafte Lösungen anbieten könnte.
Nein,
ich auch nicht!
Was ich versuche, ist mich selbst auf
"Notwendiges" zu beschränken und der - aus dem
Buddhistischen entlehnten - islamischen Regel zu folgen, dass 5% des
Einkommens an die weniger Bemittelten weiterzugeben ist.
Vielleicht
ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein - aber viele Tropfen machen
einen Ozean.
Der schwarze Kater aus dem dunklen Nordwald sitzt auf der Mauer und sieht verwundert in die Welt.
Montag, 15. August 2016
Montag, 8. August 2016
War Jesus Jude?
Terry Eagleton, Die Wahrheit über die IrenJesus Christus, seit jeher einer der wichtigsten Männer Irlands, war ebenfalls Jude. Woher wir das wissen? Weil er bis zum dreißigsten Lebensjahr bei seiner Mutter wohnte, weil er ins Geschäft seines Vaters eintrat, weil seine Mutter glaubte, er sei Gott und er glaubte, sie sei immer noch Jungfrau.
... wobei sich die Iren (und die Juden) da nicht so sehr von den modernen Österreichern unterscheiden ...
Samstag, 30. Juli 2016
Umdenken der Medien ?
Warum hinterfragen eigentlich Medien die Gründe
für Terrorakte?
Es gibt nur einen Grund, und dieser ist Unwissenheit.
Wer
sich für die Zusammenhänge des Lebens und Sein interessiert hat, der erkennt
die Unsinnigkeit eines Amoklaufes. Wer sich für seinen Gott und dessen
Schöpfung der Welt interessiert hätte, der hätte erkannt, das ein Terrorakt
nichts anderes bedeutet, als diesem Gott ins Gesicht zu spucken. Und gerade
Allah soll in der Djehenna ganz besondere Vorkehrungen getroffen haben
für diejenigen, die in seinem Namen Unbewaffnete töten, verletzen oder
bedrohen (!).
Die Täter sind also uninteressant. Warum wird dann die Medienlandschaft
mit stupid wirkenden Wiederholungen möglicher Hintergründe belästigt?
Warum
wird den Medienkonsumenten nicht das nahe gebracht, was sie interessiert
- die Opfer.
Was war der 86jährige Pfarrer für ein Mensch?
Wie leben die
Helden von Nizza alltäglich?
Wie erleben die Familien der in Nizza getöteten
Touristen den Tag?
Welche Zukunftspläne hatten die in München getöteten
jungen Menschen?
Gibt man den Opfern ein Gesicht, dann gibt man ihnen eine
Stimme. Und diese Stimme gegen die Dummheit muss laut sein! Wenn einer
getötet hat - egal ob in Zivil oder in Uniform - dann hat er/sie es getan,
weil die Opfer eben nur Opfer und keine Menschen waren. Körper ohne Gesicht
und ohne Stimme. Austauschbar, leicht zu vergessen.
Wer den Opfern mehr
Raum gibt als den Tätern, der schränkt den Spielraum der Täter ein, vermindert
ihre Tatmotive und stellt sich offensiv gegen die Dummheit.
Doch es ist
mir klar, die Berichte liefert die Polizei. Und sie müssen schnell nach
draußen. Schneller als die der Mitbewerber. Da ist kein Platz für Recherchen,
die vielleicht Tage dauern. Nach einer Tat muss die Öffentlichkeit innerhalb
von Minuten informiert werden!
So meinen zumindest die Medienbosse.
Dabei
haben sie nicht erkannt, dass die Information über das Geschehen längst
über Twitter, FB oder YouTube läuft. Klassische Medien - auch online -
hecheln da nur hinterher.
Koppelt euch ab. Macht Qualität. Liefert mir
das, was FB und YouTube nicht können - die Namen, die Gesichter, die Geschichten
Montag, 18. Juli 2016
Mein Nachbar, der Terrorist von Nebenan
Ich kenne ihn. Ich kenne ihn ganz genau.
Also, sein Name fällt mir jetzt nicht ein, da müsste ich am Postkasten nachsehen.
Wie alt er ist? Keine Ahnung. Auch weiß ich nicht, welche Sprache er spricht. Denn er grüßt nicht. Redet nicht.
Nicht, dass vielleicht ich grüßen würde, wenn man sich mal sieht. Oder mit ihm reden. Nein, sicher nicht. Man will ja für sich bleiben.
Ich kann auch nicht sagen, ob er verheiratet ist. Obwohl, ich habe schon öfter eine Frau bei ihm gesehen. Möglicher weise war es auch immer die gleiche.
Letztens trug sie Kopftuch! Das müssen Islamisten sein.
Da sah ich sie beim Putzen der Fenster in der Sonne. Ganz genau konnte ich sehen, dass sie ein Kopftuch trug.
Einen Bart hat er auch,
Ganz sicher also Islamisten. Sicher radikale.
Obwohl er selber nie eine Kopfbedeckung trägt. Und ich glaube mich zu erinnern, dass der Koran vorschreibt, dass ein gläubiger Moslem sein Haupt zu bedecken hat, wenn er sein Haus verlässt.
Waren die Attentäter in Brüssel, Paris, Nizza, Orlando nicht auch alle ohne Kopfbedeckung? Waren das vielleicht gar keine gläubigen Moslems?
Obwohl, einmal sah ich ihn mit Mütze. Aber da war es Winter und arschkalt.
Er grüßt nicht. Er ist ein dunkler Typ. Er schleppt immer eine schwere Tasche mit sich herum. Tut so, als würde er Sportsachen oder ähnliches transportieren. Dass ich nicht lache.
Bombe und Kalaschnikov hat er drinnen. Ganz sicher!
Er ist ein Terrorist.
Ein Schläfer, nannte man das früher im Kalten Krieg.
Jetzt ist aus dem Kalten ein Heißer Krieg geworden.
Doch der Feind ist immer erkennbar.
Egal ob früher krumme Judennase und schwarze Russenaugen oder jetzt der Moslembart - an allen Ecken sieht man sie lauern und der Europäer traut sich keinen Schritt mehr zu machen ohne ängstlich über die Schulter zu sehen.
Jeder Rucksack wird beäugt, jede dickere Jacke verdächtig.
Vorsichtig schweift der Blick, wenn man Bahnsteig oder Verkehrsmittel betritt.
Manchmal - und manchmal immer öfter - streift so ein Gedanke. Es könnte ja, gerade jetzt, einer was tun. Den Zünder drücken. Die Waffe ziehen.
Dann ist der Spaß ein bisschen grauer. Dann ist die Freude nicht mehr ganz so ehrlich. Dann bleibt man lieber zu Hause und für sich. Mit den Leuten, die man kennt. Mit den Leuten, die ganz genau so denken wie man selber. Wo jeder eine Geschichte kennt mit der er die Sorgen der Anderen bestätigt und bekräftigt.
Hinter der Hand und gar nicht mehr so leise hört man dann die Rufe laut werden nach einer starken, beschützenden Hand.
Nach dem, der das alles wieder richten kann und es den abgehobenen Bonzen zeigt.
Einem, der die Grenzen dicht macht und mit Gewehrkolben und Herkulesmaschine die Unerwünschten weit, weit weg bringt.
Ein bisschen mehr Kontrolle? Aber sicher doch, ich habe ja nichts zu verbergen.
Ein bisschen weniger Privatsphäre? Gerne, wenn ich mich dann sicherer fühlen darf.
Aber mein Nachbar ... ich rede ja sonst nicht über Leute ... es geht mich ja nichts an ... aber der ... ganz sicher ... Terrorist!
In einem langen Leben als Kater hört man so einiges. Es meinte einmal jemand: "Wer in Angst lebt ist schon tot bevor er gestorben ist."
Nehmt euch ein Beispiel bei Sorbas - schnallt den Gürtel enger und tanzt.
Also, sein Name fällt mir jetzt nicht ein, da müsste ich am Postkasten nachsehen.
Wie alt er ist? Keine Ahnung. Auch weiß ich nicht, welche Sprache er spricht. Denn er grüßt nicht. Redet nicht.
Nicht, dass vielleicht ich grüßen würde, wenn man sich mal sieht. Oder mit ihm reden. Nein, sicher nicht. Man will ja für sich bleiben.
Ich kann auch nicht sagen, ob er verheiratet ist. Obwohl, ich habe schon öfter eine Frau bei ihm gesehen. Möglicher weise war es auch immer die gleiche.
Letztens trug sie Kopftuch! Das müssen Islamisten sein.
Da sah ich sie beim Putzen der Fenster in der Sonne. Ganz genau konnte ich sehen, dass sie ein Kopftuch trug.
Einen Bart hat er auch,
Ganz sicher also Islamisten. Sicher radikale.
Obwohl er selber nie eine Kopfbedeckung trägt. Und ich glaube mich zu erinnern, dass der Koran vorschreibt, dass ein gläubiger Moslem sein Haupt zu bedecken hat, wenn er sein Haus verlässt.
Waren die Attentäter in Brüssel, Paris, Nizza, Orlando nicht auch alle ohne Kopfbedeckung? Waren das vielleicht gar keine gläubigen Moslems?
Obwohl, einmal sah ich ihn mit Mütze. Aber da war es Winter und arschkalt.
Er grüßt nicht. Er ist ein dunkler Typ. Er schleppt immer eine schwere Tasche mit sich herum. Tut so, als würde er Sportsachen oder ähnliches transportieren. Dass ich nicht lache.
Bombe und Kalaschnikov hat er drinnen. Ganz sicher!
Er ist ein Terrorist.
Ein Schläfer, nannte man das früher im Kalten Krieg.
Jetzt ist aus dem Kalten ein Heißer Krieg geworden.
Doch der Feind ist immer erkennbar.
Egal ob früher krumme Judennase und schwarze Russenaugen oder jetzt der Moslembart - an allen Ecken sieht man sie lauern und der Europäer traut sich keinen Schritt mehr zu machen ohne ängstlich über die Schulter zu sehen.
Jeder Rucksack wird beäugt, jede dickere Jacke verdächtig.
Vorsichtig schweift der Blick, wenn man Bahnsteig oder Verkehrsmittel betritt.
Manchmal - und manchmal immer öfter - streift so ein Gedanke. Es könnte ja, gerade jetzt, einer was tun. Den Zünder drücken. Die Waffe ziehen.
Dann ist der Spaß ein bisschen grauer. Dann ist die Freude nicht mehr ganz so ehrlich. Dann bleibt man lieber zu Hause und für sich. Mit den Leuten, die man kennt. Mit den Leuten, die ganz genau so denken wie man selber. Wo jeder eine Geschichte kennt mit der er die Sorgen der Anderen bestätigt und bekräftigt.
Hinter der Hand und gar nicht mehr so leise hört man dann die Rufe laut werden nach einer starken, beschützenden Hand.
Nach dem, der das alles wieder richten kann und es den abgehobenen Bonzen zeigt.
Einem, der die Grenzen dicht macht und mit Gewehrkolben und Herkulesmaschine die Unerwünschten weit, weit weg bringt.
Ein bisschen mehr Kontrolle? Aber sicher doch, ich habe ja nichts zu verbergen.
Ein bisschen weniger Privatsphäre? Gerne, wenn ich mich dann sicherer fühlen darf.
Aber mein Nachbar ... ich rede ja sonst nicht über Leute ... es geht mich ja nichts an ... aber der ... ganz sicher ... Terrorist!
In einem langen Leben als Kater hört man so einiges. Es meinte einmal jemand: "Wer in Angst lebt ist schon tot bevor er gestorben ist."
Nehmt euch ein Beispiel bei Sorbas - schnallt den Gürtel enger und tanzt.
Donnerstag, 7. Juli 2016
Deutschlands "türkischer" Feiertag
Im Internet kursierte vor einiger Zeit ein Mail einer Monika Maron
über einen ihrer Artikel für die „Welt“, der – angeblich –
aus reiner Willkür und entgegen der Meinung aller(!?) Mitarbeiter
aus dem aktuellen Heft „Der Welt“ geworfen wurde.
Wer in lesen will, der findet ihr hier :
(Das ist jetzt allerdings eine Seite der „Welt“, also wurde der Artikel doch veröffentlicht?)
Die Romane der Frau Maron erscheinen bei S.Fischer (was meines unwerten Erachtens nicht unbedingt ein Renommee ist) und ich gestehe ohne Bedauern, noch niemals von ihr gehört zu haben (was auch kein Renommee ist).
In dem Artikel geht es in erster Linie darum, dass offensichtlich deutsche Politiker auf jede Gelegenheit geradezu warten um vor den Forderungen türkischer Mitbürger in die Knie zu gehen und diese freudigst zu erfüllen.
(Damit zeigt Frau Maron, dass sie noch niemals mit Politiker zu tun gehabt hat, denn dieser erfüllen nur dann Wünsche, wenn sie dafür bezahlt werden. Sonst nicht!)
Und sie stellt die Frage, warum nur türkischstämmige Deutsche mit Forderungen kommen und nicht auch polnische und vietnamesische. Nun, hätte die Dame ihre eigene Zeitung aufmerksamer gelesen (oder andere Medienberichte der letzten Jahre beachtet), dann wäre ihr wohl aufgefallen, dass sehr wohl auch polnische und serbische, iranische und mexikanische, französische und nigerianische Minderheiten ihre Forderungen stellen. Ob diese Wünsche erfüllt werden? Nun, siehe oben!
Und sie fordert von den deutschen Politikern die Aufrechterhaltung des säkularen Staates.
Womit Frau Maron beweist, dass sie nicht in Deutschland oder in Mitteleuropa wohnt. Deutschland ist kein säkularer Staat! War er noch nie seit es ihn gibt. Staatsreligion ist in Deutschland (und Nachbarstaaten) ebenso wenig wegzudenken wie das Kruzifix im bayrischen Klassenzimmer! (Irgendwo findet es sich immer, und sei es versteckt im Bild des Präsidenten.)
Ein kleiner und sehr unvollständiger Exkurs für Frau Maron – frei nach dem österreichischen Zitat: „Lernen Sie Geschichte!“
Als die Germanen kamen brachten sie ihre eigene Religion mit. Die Römer brachten offiziell Jupiter, zumeist wurde aber Mars angebetet – bis fast 600 n.Ch. Dann setzte sich das Christentum immer mehr durch. Dies nur dank irischer Einwanderer. Man könnte also durchaus behaupten, die Iren brachten ihre Religion mit. Denn mit dem römischen Christentum war das kaum zu vergleichen. Ca. um 1.200 n.Ch. war das (irische Marien-) Christentum weit verbreitet in Europa. Aber nicht ein Christentum sonder rund 180 verschiedene Sekten, die sich sehr wohl auch blutigst bekämpften. Bis dann nur noch zwei große übrig blieben. Das nennt man heute den Dreißigjährigen Krieg. Ich selbst komme aus einem Landstrich in dem das Christentum gerade mal seit 700 Jahre heimisch ist. Für viele von uns also immer noch ein Fremdkörper.
Es war also immer schon so – und wird immer so bleiben – das Menschen ihre Ansichten nicht einfach deswegen wegwerfen, nur weil sie über eine Grenze gehen. Das kann man nicht diskutieren, das ist Fakt.
Und der – angeblich – geforderte muslimische Feiertag in Deutschland (von dem kein anderes Medium gehört hat?), den finde ich eigentlich toll.
Ja – jeder Gläubige soll die Feiertage haben, die zu seinem Glauben gehören. Aber NUR diese! Kein Weihnachten für Gläubige des Islam und Hinduismus und Sintoismus und Buddhismus und …!
Alle Geschäfte zu Weihnachten und Ostern zu? Nein, wenn jede Religion NUR ihre Feiertag bekommt ersparen sich Handel und Unternehmen viele Unannehmlichkeiten. Was wiederum ein Vorteil für den Wirtschaftsstandort wäre.
Welche Religion ich nun bekenne? Keine von allen, die du mir nennst. Und warum keine? - Aus Religion! (Friedrich Schiller)
Ja, für mich würde das bedeuten – gar keine Feiertage mehr. Keine Religion = keine Feiertage.
Ach ja, eines noch Frau Maron. Das mit der Bedeutung des Verbes „integrieren“, das stimmt schon. Nur, schon der deutschstämmige, katholische (evangelische) Mitbürger integriert sich nicht sondern opponiert gegen den Staat, wo es nur geht. Hintertreibt ihn, untergräbt ihn, holt sich, was er sich nur holen kann. Und das möglichst, ohne was zu geben. Insofern würde ich sagen, ist die Integration der meisten „neuen“ Bürger in der Bevölkerung wohl als geglückt anzusehen.
Denn jedes Volk hat die Führer (Politiker) die es verdient. Und warum sollte der Bürger nicht betrügen und hintergehen, wenn alles was er sieht nur Politiker sind, die betrügen und hintergehen?
(Und das bezieht sich übrigen nicht nur auf Politiker, sondern auf – nun, sagen wir mal „alle“ im Rampenlicht.)
Wer in lesen will, der findet ihr hier :
(Das ist jetzt allerdings eine Seite der „Welt“, also wurde der Artikel doch veröffentlicht?)
Die Romane der Frau Maron erscheinen bei S.Fischer (was meines unwerten Erachtens nicht unbedingt ein Renommee ist) und ich gestehe ohne Bedauern, noch niemals von ihr gehört zu haben (was auch kein Renommee ist).
In dem Artikel geht es in erster Linie darum, dass offensichtlich deutsche Politiker auf jede Gelegenheit geradezu warten um vor den Forderungen türkischer Mitbürger in die Knie zu gehen und diese freudigst zu erfüllen.
(Damit zeigt Frau Maron, dass sie noch niemals mit Politiker zu tun gehabt hat, denn dieser erfüllen nur dann Wünsche, wenn sie dafür bezahlt werden. Sonst nicht!)
Und sie stellt die Frage, warum nur türkischstämmige Deutsche mit Forderungen kommen und nicht auch polnische und vietnamesische. Nun, hätte die Dame ihre eigene Zeitung aufmerksamer gelesen (oder andere Medienberichte der letzten Jahre beachtet), dann wäre ihr wohl aufgefallen, dass sehr wohl auch polnische und serbische, iranische und mexikanische, französische und nigerianische Minderheiten ihre Forderungen stellen. Ob diese Wünsche erfüllt werden? Nun, siehe oben!
Und sie fordert von den deutschen Politikern die Aufrechterhaltung des säkularen Staates.
Womit Frau Maron beweist, dass sie nicht in Deutschland oder in Mitteleuropa wohnt. Deutschland ist kein säkularer Staat! War er noch nie seit es ihn gibt. Staatsreligion ist in Deutschland (und Nachbarstaaten) ebenso wenig wegzudenken wie das Kruzifix im bayrischen Klassenzimmer! (Irgendwo findet es sich immer, und sei es versteckt im Bild des Präsidenten.)
Ein kleiner und sehr unvollständiger Exkurs für Frau Maron – frei nach dem österreichischen Zitat: „Lernen Sie Geschichte!“
Als die Germanen kamen brachten sie ihre eigene Religion mit. Die Römer brachten offiziell Jupiter, zumeist wurde aber Mars angebetet – bis fast 600 n.Ch. Dann setzte sich das Christentum immer mehr durch. Dies nur dank irischer Einwanderer. Man könnte also durchaus behaupten, die Iren brachten ihre Religion mit. Denn mit dem römischen Christentum war das kaum zu vergleichen. Ca. um 1.200 n.Ch. war das (irische Marien-) Christentum weit verbreitet in Europa. Aber nicht ein Christentum sonder rund 180 verschiedene Sekten, die sich sehr wohl auch blutigst bekämpften. Bis dann nur noch zwei große übrig blieben. Das nennt man heute den Dreißigjährigen Krieg. Ich selbst komme aus einem Landstrich in dem das Christentum gerade mal seit 700 Jahre heimisch ist. Für viele von uns also immer noch ein Fremdkörper.
Es war also immer schon so – und wird immer so bleiben – das Menschen ihre Ansichten nicht einfach deswegen wegwerfen, nur weil sie über eine Grenze gehen. Das kann man nicht diskutieren, das ist Fakt.
Und der – angeblich – geforderte muslimische Feiertag in Deutschland (von dem kein anderes Medium gehört hat?), den finde ich eigentlich toll.
Ja – jeder Gläubige soll die Feiertage haben, die zu seinem Glauben gehören. Aber NUR diese! Kein Weihnachten für Gläubige des Islam und Hinduismus und Sintoismus und Buddhismus und …!
Alle Geschäfte zu Weihnachten und Ostern zu? Nein, wenn jede Religion NUR ihre Feiertag bekommt ersparen sich Handel und Unternehmen viele Unannehmlichkeiten. Was wiederum ein Vorteil für den Wirtschaftsstandort wäre.
Welche Religion ich nun bekenne? Keine von allen, die du mir nennst. Und warum keine? - Aus Religion! (Friedrich Schiller)
Ja, für mich würde das bedeuten – gar keine Feiertage mehr. Keine Religion = keine Feiertage.
Ach ja, eines noch Frau Maron. Das mit der Bedeutung des Verbes „integrieren“, das stimmt schon. Nur, schon der deutschstämmige, katholische (evangelische) Mitbürger integriert sich nicht sondern opponiert gegen den Staat, wo es nur geht. Hintertreibt ihn, untergräbt ihn, holt sich, was er sich nur holen kann. Und das möglichst, ohne was zu geben. Insofern würde ich sagen, ist die Integration der meisten „neuen“ Bürger in der Bevölkerung wohl als geglückt anzusehen.
Denn jedes Volk hat die Führer (Politiker) die es verdient. Und warum sollte der Bürger nicht betrügen und hintergehen, wenn alles was er sieht nur Politiker sind, die betrügen und hintergehen?
(Und das bezieht sich übrigen nicht nur auf Politiker, sondern auf – nun, sagen wir mal „alle“ im Rampenlicht.)
Freitag, 1. Juli 2016
Wiederwahl oder Wider-Wahl ?
Wir haben gewählt. - Und leider passt das Ergebnis nicht.
Also
wählen wir noch mal. So lange bis es passt? Ist das die Demokratie
des Volkes oder ist das die Diktatur von technokratischen
Politschniks, die sich hinter juristischen Quängeleien verstecken?
Es
ist mir doch egal, wer gewinnt. Ein Gewinn für das Volk ist keiner
der Kandidaten. Also sollen sie doch machen, was sie wollen. Denn
Wahlen waren noch nie korrekter und werden es auch in Zukunft nicht
sein.
Wenn
das die moderne Demokratie ist, dass eben so ob gewählt werden kann,
und Geld hinaus geworfen werden kann, nach freiem Belieben einiger
lebensfremder Politbonzen, dann bitte ohne mich.
Mein
Geld benutzt ihr dazu. Da kann ich nichts machen. Meine Stimme aber
könnt ihr euch … in der Wahlurne suchen.
Und
wenn diese Tendenz anhält – was ich vermute – dann werde ich
auch bei den nächsten Wahlen leider was Wichtigeres zu tun haben.
Schade!
Wenn
das Gesetz nicht zum Volk passt, dann wird das Volk eben passend
gemacht. Schließlich hat der Staat die Mittel dazu.
Ich
dachte einmal, dass das Volk den Monarchen als Sovereign abgelöst
hätte.
Aber
es gibt den Straf-Tatbestand des „Verunglimpfung des Staates“.
Also Majestätsbeleidigung.
Von
einer „Verunglimpfung des Volkes“ hätte ich noch nie gehört.
Es
stimmt wohl über Wahlen auch der Spruch über den Krieg:
Wie
retten wir unseren Kopf? - Stell dir vor es ist Wahl, und keiner geht
hin.
Mittwoch, 29. Juni 2016
Das Europa der Regionen
Fast
ein Freudenfeuer war es, was da aufloderte.
Ein
Blick in eines Zukunft die übersichtlich, freundlich, beherrschbar
und lebenswert erschien. Wo Bürger direkt und energisch an der
Gestaltung der Welt und der Gesellschaft mitarbeiteten und wo
Korruption und überbordende Bürokratie in die Schranken verwiesen
wurden.
Ich kann mich noch gut erinnern.
Sie nannten dieses Utopia – „Das Europa der Regionen“.
Wo nicht mehr dumpfe Nationalstaaten den Ton angaben, selbst innerlich zerstritten und von gekauften Politik-Professionalsten dem Meistbietenden verscherbelt. Wo nicht mehr von oben herab sondern vernünftig und maßvoll aus der Masse heraus gestaltet würde.
Ein Versprechen, dass sich in Schall und Rauch auflöste.
Nein – nicht einmal Schall und Rauch gab es, so schnell verschwand diese Idee in den Tiefen der Aktenkoffer. Und böswillig wäre es zu sagen „bedeckt von Zuwendungen, Geschenken und materiellen Anerkennungen“.
So ging das letzte Jahrtausend zu Ende.
Nun, der alte Kater weiß, dass ein Jahrtausend ist wie das andere. So lange es Menschen hat, wird sich nicht viel ändern.
Wie könnte es mich da wundern, wenn dann, als die Einigkeit am Kräftigsten gefordert gewesen wäre und nicht nur Zuwendungen sondern auch Anstrengung gebracht hätte, dieses Europa der politischen Gruppen anfing zu ächzen, zu knacken und zu krachen. Zu bröseln, sich zu verwerfen und zu splittern.
Damit aus dem dampfenden Humus das Neue wachsen kann. Auch wenn dieses Neue gar nicht so neu ist.
Schottland, Katalonien, Nordirland und Gibraltar machen nur den Anfang. Kärnten, Sachsen und Centre werden folgen.
Vielleicht.
Denn das mit der Selbstständigkeit, das ist so eine Sache.
Zum einen, weil in einer globalisierten Welt ein Leben ohne Einfluss von außen keine Chance hat. Und zum anderen, weil viele dadurch viel verlieren können. Also, ein paar tausend Menschen, die ein paar tausend Milliarden Euro verlieren könnten. Und gegen die paar Milliarden Menschen haben diese paar Tausend sehr wohl die Möglichkeiten vorzugehen.
Nicht direkt und nicht offen. Wozu gibt es Werbung, Medien, PR-Agenturen, Meinungsmacher und Peers.
Eine neue Dämmerung zum Europa der Regionen scheint gekommen. Wenn man es sehen will. Doch auch diese Chance wird untergehen.
Und sollte sie nicht untergehen, sollte dieser innige Zusammenschluss der halbwegs autarken Regionen mit direktester Demokratie wirklich kommen – es wird den Protagonisten der Produktions- und Medienoligarchien schon was einfallen um zu untergraben.
Weil die autonomen Regionen den Machthunger der Mächtigen behindern könnte.
Oder fördern – denn, was lässt sich leichter gegeneinander ausspielen als kleine Menschengruppen?
Ich kann mich noch gut erinnern.
Sie nannten dieses Utopia – „Das Europa der Regionen“.
Wo nicht mehr dumpfe Nationalstaaten den Ton angaben, selbst innerlich zerstritten und von gekauften Politik-Professionalsten dem Meistbietenden verscherbelt. Wo nicht mehr von oben herab sondern vernünftig und maßvoll aus der Masse heraus gestaltet würde.
Ein Versprechen, dass sich in Schall und Rauch auflöste.
Nein – nicht einmal Schall und Rauch gab es, so schnell verschwand diese Idee in den Tiefen der Aktenkoffer. Und böswillig wäre es zu sagen „bedeckt von Zuwendungen, Geschenken und materiellen Anerkennungen“.
So ging das letzte Jahrtausend zu Ende.
Nun, der alte Kater weiß, dass ein Jahrtausend ist wie das andere. So lange es Menschen hat, wird sich nicht viel ändern.
Wie könnte es mich da wundern, wenn dann, als die Einigkeit am Kräftigsten gefordert gewesen wäre und nicht nur Zuwendungen sondern auch Anstrengung gebracht hätte, dieses Europa der politischen Gruppen anfing zu ächzen, zu knacken und zu krachen. Zu bröseln, sich zu verwerfen und zu splittern.
Damit aus dem dampfenden Humus das Neue wachsen kann. Auch wenn dieses Neue gar nicht so neu ist.
Schottland, Katalonien, Nordirland und Gibraltar machen nur den Anfang. Kärnten, Sachsen und Centre werden folgen.
Vielleicht.
Denn das mit der Selbstständigkeit, das ist so eine Sache.
Zum einen, weil in einer globalisierten Welt ein Leben ohne Einfluss von außen keine Chance hat. Und zum anderen, weil viele dadurch viel verlieren können. Also, ein paar tausend Menschen, die ein paar tausend Milliarden Euro verlieren könnten. Und gegen die paar Milliarden Menschen haben diese paar Tausend sehr wohl die Möglichkeiten vorzugehen.
Nicht direkt und nicht offen. Wozu gibt es Werbung, Medien, PR-Agenturen, Meinungsmacher und Peers.
Eine neue Dämmerung zum Europa der Regionen scheint gekommen. Wenn man es sehen will. Doch auch diese Chance wird untergehen.
Und sollte sie nicht untergehen, sollte dieser innige Zusammenschluss der halbwegs autarken Regionen mit direktester Demokratie wirklich kommen – es wird den Protagonisten der Produktions- und Medienoligarchien schon was einfallen um zu untergraben.
Weil die autonomen Regionen den Machthunger der Mächtigen behindern könnte.
Oder fördern – denn, was lässt sich leichter gegeneinander ausspielen als kleine Menschengruppen?
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