Sonntag, 25. September 2016

Bananenrepublik statt Demokratie ?

Bananenrepublik ist die abwertende Bezeichnung für Staaten, in denen Korruption und Bestechlichkeit vorherrschen, deren Rechtssystem nicht funktioniert, wirtschaftliche oder politisch-moralische Verhältnisse von Ineffizienz und Instabilität geprägt sind oder in denen staatliche Willkür herrscht oder denen diese Eigenschaften zugeschrieben werden. 
 ... danke Wikipedia.

 
Auf Grund der aktuellen politischen Kalamitäten bezeichnen manche Menschen Österreich seit neuesten als „Bananenrepublik“.
Ich finde das ungerecht.
Erstens, weil sich in Österreich seit Maria Theresia (also die letzten 300 Jahre) diesbezüglich nichts geändert hat.
Und zweitens, weil bei diesem Spiel ganz Europa und noch viel mehr mit macht.
Doch sehen wir uns die Daten zuerst an:
„Korruption und Bestechlichkeit“ - natürlich bekommt an jede Baubewilligung und jede Operation in Österreich ohne dafür zahlen zu müssen. Sollte man allerdings von 2094 zu bauen beginnen wollen, oder die Rücken-Magnetresonanz vor dem Tode benötigen, dann sind kleine (?) Geschenke unumgänglich. Politiker aller Farben und Ebenen leben es vor und sind ja doch nur Abbild der Gesellschaft.
„Funktion des Rechtssystems“ - Gesetze, die nicht exekutierbar sind, Positionen ohne Funktion, überschneidende und widersprechende Zuständigkeiten … mehr wäre dazu wohl nicht zu sagen.
„Ineffizienz und Instabilität“ - Pleiten und Konkurse, Massenarbeitslosigkeit, Umverteilung von Arm zu Reich, Verträge ohne Gültigkeit – da kann man schon von Ineffizienz sprechen.
Und „staatliche Willkür“ - könnte man darunter vielleicht verstehen das „wir lassen so lange wählen bis uns das Ergebnis passt“ oder spiegelt sich das darin, dass komplexe Gesetze beschlossen werden deren Begutachtungsfrist gerade mal eine Woche gedauert hat und somit niemand in der Lage war, das betreffende Werk zu verstehen.


Sehen wir mal über die Grenzen Österreichs nur nach Europa:
Spanien wählt und wählt und wählt und hat seit Monaten keine Regierung.
Portugal hat eine Regierung, die aber handlungsunfähig ist.
Frankreich mobilisiert bei jedem Gesetz über 1 Mio Menschen, die auf die Straße gehen und dagegen demonstrieren.
Belgien hat seit undenklichen Zeiten keine gewählte Regierung mehr.
In Polen bekennen sich gerade mal 22% der Bevölkerung zur Richtung der Regierung.
In Deutschland sind es zumindest noch 54%.
Die Ungarn fürchten die rechtsnationale Partei an der Macht inzwischen mehr als die Flüchtlinge.
Kroatien wählt wie Spanien und bekommt keine Regierungsmannschaft zusammen.
Ukraine – Türkei – Serbien – Kosovo – demokratiepolitisch gesehen ein einziges Debakel.


Ist das System der Demokratie gescheitert?
An der Natur des Menschen zerschellt wie ein schönes aber filigranes Boot an einer Klippe?
Nein, so weit würde ich nicht gehen. Aber das Boot Demokratie leckt und das an vielen Stellen.
Wir werden uns nach etwas Besserem umsehen müssen, denn niemand hat jemals behauptet, dass die Demokratie eine tolle Regierungsform war.
Sie war (und ist) nur die Menschlichste, die wir haben.

Montag, 15. August 2016

Zeichen der Zeit

Zu Weihnachten stand mehr oder weniger ganz Südengland unter Wasser. Als nun einer der Meteorologen meinte, das würde mit der Klimaerwärmung zusammenhängen wurde er gekündigt. So was sagt man nicht in der Öffentlichkeit ("The Guardian").

Florida und Texas und Madeira versinken im Regen, Rom erlebt fast keinen Tag ohne schwere Gewitter und in den Alpen verschwinden die Gletscher still und leise.
Aber das Wetter, und damit das Klima, ist eine Sache für sich und hat nicht mit der Zeit zu tun, die ich meine.

Occupy Wallstreet - der Arabische Frühling – Syrien – Balkanroute und brennende Asylantenheime.
Eine unfassbare Gruppe namens Anonymus stellt die Netzpraktiken der (aller) Geheimdienste an den Pranger.
Ukraine, Italien, Deutschland, Rumänien - Massendemonstrationen gegen staatliche Korruption
USA – Bürgerkampf gegen Polizeigewalt
Griechenland, Spanien, Italien, Grossbritannien, Bosnien - Hungeraufstände

Die Spirale dreht sich und es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis mit der nächsten Drehung die Gewalt der entrechteten und (immer mehr) verarmten Massen gegen die Herrschenden und Besitzenden zu nimmt.
Denn wenn Armut zunimmt, dann nimmt Gewalt zu.
Weil - und ich sage das ja nicht zum ersten Mal in diesem Blog - wenn jemand nichts mehr zu verlieren hat, dann verliert er/sie gerne auch noch sein/ihr Leben, wenn er/sie damit ein Zeichen setzen kann.
Und - ein Einzelner mag zwar nichts bewirken, aber er gibt mit seiner Tat anderen den Ansporn sich ihm anzuschließen.
Aber es kann doc weder im Sinne der Massen noch der Besitzenden sein, dass diese Spirale sich dreht!

Doch ist eine Änderung der Situation von den beiden Seiten (und den wenigen, die noch dazwischen stehen) überhaupt gewünscht? Die Besitzenden fürchten etwas von ihrem Reichtum zu verlieren bzw. hoffen, dass die anderen Besitzenden mehr verlieren als sie selbst. Die Massen streben den Besitzenden nach, wollen dazu gehören. Oder, wenn sie das nicht können, Rache für - irgendwas.
Die Fronten stehen sich gegenüber und sie entfernen sich immer weiter voneinander. Auch, weil niemand da ist, der ernsthaft zu vermitteln sucht. Oder ernsthafte Lösungen anbieten könnte.
Nein, ich auch nicht!

Was ich versuche, ist mich selbst auf "Notwendiges" zu beschränken und der - aus dem Buddhistischen entlehnten - islamischen Regel zu folgen, dass 5% des Einkommens an die weniger Bemittelten weiterzugeben ist.
Vielleicht ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein - aber viele Tropfen machen einen Ozean.

Montag, 8. August 2016

War Jesus Jude?

Jesus Christus, seit jeher einer der wichtigsten Männer Irlands, war ebenfalls Jude. Woher wir das wissen? Weil er bis zum dreißigsten Lebensjahr bei seiner Mutter wohnte, weil er ins Geschäft seines Vaters eintrat, weil seine Mutter glaubte, er sei Gott und er glaubte, sie sei immer noch Jungfrau.
Terry Eagleton, Die Wahrheit über die Iren

... wobei sich die Iren (und die Juden) da nicht so sehr von den modernen Österreichern unterscheiden ...

Samstag, 30. Juli 2016

Umdenken der Medien ?

Warum hinterfragen eigentlich Medien die Gründe für Terrorakte? 
Es gibt nur einen Grund, und dieser ist Unwissenheit. 

Wer sich für die Zusammenhänge des Lebens und Sein interessiert hat, der erkennt die Unsinnigkeit eines Amoklaufes. Wer sich für seinen Gott und dessen Schöpfung der Welt interessiert hätte, der hätte erkannt, das ein Terrorakt nichts anderes bedeutet, als diesem Gott ins Gesicht zu spucken. Und gerade Allah soll in der Djehenna ganz besondere Vorkehrungen getroffen haben für diejenigen, die in seinem Namen Unbewaffnete töten, verletzen oder bedrohen (!). 

Die Täter sind also uninteressant. Warum wird dann die Medienlandschaft mit stupid wirkenden Wiederholungen möglicher Hintergründe belästigt? 
Warum wird den Medienkonsumenten nicht das nahe gebracht, was sie interessiert - die Opfer. 

Was war der 86jährige Pfarrer für ein Mensch? 
Wie leben die Helden von Nizza alltäglich? 
Wie erleben die Familien der in Nizza getöteten Touristen den Tag? 
Welche Zukunftspläne hatten die in München getöteten jungen Menschen? 

Gibt man den Opfern ein Gesicht, dann gibt man ihnen eine Stimme. Und diese Stimme gegen die Dummheit muss laut sein! Wenn einer getötet hat - egal ob in Zivil oder in Uniform - dann hat er/sie es getan, weil die Opfer eben nur Opfer und keine Menschen waren. Körper ohne Gesicht und ohne Stimme. Austauschbar, leicht zu vergessen. 
Wer den Opfern mehr Raum gibt als den Tätern, der schränkt den Spielraum der Täter ein, vermindert ihre Tatmotive und stellt sich offensiv gegen die Dummheit. 

Doch es ist mir klar, die Berichte liefert die Polizei. Und sie müssen schnell nach draußen. Schneller als die der Mitbewerber. Da ist kein Platz für Recherchen, die vielleicht Tage dauern. Nach einer Tat muss die Öffentlichkeit innerhalb von Minuten informiert werden! 
So meinen zumindest die Medienbosse. 
Dabei haben sie nicht erkannt, dass die Information über das Geschehen längst über Twitter, FB oder YouTube läuft. Klassische Medien - auch online - hecheln da nur hinterher. 

Koppelt euch ab. Macht Qualität. Liefert mir das, was FB und YouTube nicht können - die Namen, die Gesichter, die Geschichten

Montag, 18. Juli 2016

Mein Nachbar, der Terrorist von Nebenan

Ich kenne ihn. Ich kenne ihn ganz genau. 
Also, sein Name fällt mir jetzt nicht ein, da müsste ich am Postkasten nachsehen. 
Wie alt er ist? Keine Ahnung. Auch weiß ich nicht, welche Sprache er spricht. Denn er grüßt nicht. Redet nicht. 
Nicht, dass vielleicht ich grüßen würde, wenn man sich mal sieht. Oder mit ihm reden. Nein, sicher nicht. Man will ja für sich bleiben. 
 
Ich kann auch nicht sagen, ob er verheiratet ist. Obwohl, ich habe schon öfter eine Frau bei ihm gesehen. Möglicher weise war es auch immer die gleiche. 
Letztens trug sie Kopftuch! Das müssen Islamisten sein. 
Da sah ich sie beim Putzen der Fenster in der Sonne. Ganz genau konnte ich sehen, dass sie ein Kopftuch trug. 
Einen Bart hat er auch, 
Ganz sicher also Islamisten. Sicher radikale. 
 
Obwohl er selber nie eine Kopfbedeckung trägt. Und ich glaube mich zu erinnern, dass der Koran vorschreibt, dass ein gläubiger Moslem sein Haupt zu bedecken hat, wenn er sein Haus verlässt. 
Waren die Attentäter in Brüssel, Paris, Nizza, Orlando nicht auch alle ohne Kopfbedeckung? Waren das vielleicht gar keine gläubigen Moslems? 
Obwohl, einmal sah ich ihn mit Mütze. Aber da war es Winter und arschkalt. 
Er grüßt nicht. Er ist ein dunkler Typ. Er schleppt immer eine schwere Tasche mit sich herum. Tut so, als würde er Sportsachen oder ähnliches transportieren. Dass ich nicht lache. 
Bombe und Kalaschnikov hat er drinnen. Ganz sicher! 
Er ist ein Terrorist. 
 
Ein Schläfer, nannte man das früher im Kalten Krieg. 
Jetzt ist aus dem Kalten ein Heißer Krieg geworden. 
Doch der Feind ist immer erkennbar. 
Egal ob früher krumme Judennase und schwarze Russenaugen oder jetzt der Moslembart - an allen Ecken sieht man sie lauern und der Europäer traut sich keinen Schritt mehr zu machen ohne ängstlich über die Schulter zu sehen. 
Jeder Rucksack wird beäugt, jede dickere Jacke verdächtig. 
Vorsichtig schweift der Blick, wenn man Bahnsteig oder Verkehrsmittel betritt. 
 
Manchmal - und manchmal immer öfter - streift so ein Gedanke. Es könnte ja, gerade jetzt, einer was tun. Den Zünder drücken. Die Waffe ziehen. 
Dann ist der Spaß ein bisschen grauer. Dann ist die Freude nicht mehr ganz so ehrlich. Dann bleibt man lieber zu Hause und für sich. Mit den Leuten, die man kennt. Mit den Leuten, die ganz genau so denken wie man selber. Wo jeder eine Geschichte kennt mit der er die Sorgen der Anderen bestätigt und bekräftigt. 
Hinter der Hand und gar nicht mehr so leise hört man dann die Rufe laut werden nach einer starken, beschützenden Hand. 
Nach dem, der das alles wieder richten kann und es den abgehobenen Bonzen zeigt. 
Einem, der die Grenzen dicht macht und mit Gewehrkolben und Herkulesmaschine die Unerwünschten weit, weit weg bringt. 
 
Ein bisschen mehr Kontrolle? Aber sicher doch, ich habe ja nichts zu verbergen. 
Ein bisschen weniger Privatsphäre? Gerne, wenn ich mich dann sicherer fühlen darf. 
 
Aber mein Nachbar ... ich rede ja sonst nicht über Leute ... es geht mich ja nichts an ... aber der ... ganz sicher ... Terrorist! 

In einem langen Leben als Kater hört man so einiges. Es meinte einmal jemand: "Wer in Angst lebt ist schon tot bevor er gestorben ist." 
Nehmt euch ein Beispiel bei Sorbas - schnallt den Gürtel enger und tanzt.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Deutschlands "türkischer" Feiertag

Im Internet kursierte vor einiger Zeit ein Mail einer Monika Maron über einen ihrer Artikel für die „Welt“, der – angeblich – aus reiner Willkür und entgegen der Meinung aller(!?) Mitarbeiter aus dem aktuellen Heft „Der Welt“ geworfen wurde.
Wer in lesen will, der findet ihr hier :
(Das ist jetzt allerdings eine Seite der „Welt“, also wurde der Artikel doch veröffentlicht?)



Die Romane der Frau Maron erscheinen bei S.Fischer (was meines unwerten Erachtens nicht unbedingt ein Renommee ist) und ich gestehe ohne Bedauern, noch niemals von ihr gehört zu haben (was auch kein Renommee ist).



In dem Artikel geht es in erster Linie darum, dass offensichtlich deutsche Politiker auf jede Gelegenheit geradezu warten um vor den Forderungen türkischer Mitbürger in die Knie zu gehen und diese freudigst zu erfüllen.
(Damit zeigt Frau Maron, dass sie noch niemals mit Politiker zu tun gehabt hat, denn dieser erfüllen nur dann Wünsche, wenn sie dafür bezahlt werden. Sonst nicht!)
Und sie stellt die Frage, warum nur türkischstämmige Deutsche mit Forderungen kommen und nicht auch polnische und vietnamesische. Nun, hätte die Dame ihre eigene Zeitung aufmerksamer gelesen (oder andere Medienberichte der letzten Jahre beachtet), dann wäre ihr wohl aufgefallen, dass sehr wohl auch polnische und serbische, iranische und mexikanische, französische und nigerianische Minderheiten ihre Forderungen stellen. Ob diese Wünsche erfüllt werden? Nun, siehe oben!
Und sie fordert von den deutschen Politikern die Aufrechterhaltung des säkularen Staates.
Womit Frau Maron beweist, dass sie nicht in Deutschland oder in Mitteleuropa wohnt. Deutschland ist kein säkularer Staat! War er noch nie seit es ihn gibt. Staatsreligion ist in Deutschland (und Nachbarstaaten) ebenso wenig wegzudenken wie das Kruzifix im bayrischen Klassenzimmer! (Irgendwo findet es sich immer, und sei es versteckt im Bild des Präsidenten.)
Ein kleiner und sehr unvollständiger Exkurs für Frau Maron – frei nach dem österreichischen Zitat: „Lernen Sie Geschichte!“
Als die Germanen kamen brachten sie ihre eigene Religion mit. Die Römer brachten offiziell Jupiter, zumeist wurde aber Mars angebetet – bis fast 600 n.Ch. Dann setzte sich das Christentum immer mehr durch. Dies nur dank irischer Einwanderer. Man könnte also durchaus behaupten, die Iren brachten ihre Religion mit. Denn mit dem römischen Christentum war das kaum zu vergleichen. Ca. um 1.200 n.Ch. war das (irische Marien-) Christentum weit verbreitet in Europa. Aber nicht ein Christentum sonder rund 180 verschiedene Sekten, die sich sehr wohl auch blutigst bekämpften. Bis dann nur noch zwei große übrig blieben. Das nennt man heute den Dreißigjährigen Krieg. Ich selbst komme aus einem Landstrich in dem das Christentum gerade mal seit 700 Jahre heimisch ist. Für viele von uns also immer noch ein Fremdkörper.
Es war also immer schon so – und wird immer so bleiben – das Menschen ihre Ansichten nicht einfach deswegen wegwerfen, nur weil sie über eine Grenze gehen. Das kann man nicht diskutieren, das ist Fakt.
Und der – angeblich – geforderte muslimische Feiertag in Deutschland (von dem kein anderes Medium gehört hat?), den finde ich eigentlich toll.
Ja – jeder Gläubige soll die Feiertage haben, die zu seinem Glauben gehören. Aber NUR diese! Kein Weihnachten für Gläubige des Islam und Hinduismus und Sintoismus und Buddhismus und …!
Alle Geschäfte zu Weihnachten und Ostern zu? Nein, wenn jede Religion NUR ihre Feiertag bekommt ersparen sich Handel und Unternehmen viele Unannehmlichkeiten. Was wiederum ein Vorteil für den Wirtschaftsstandort wäre.
Welche Religion ich nun bekenne? Keine von allen, die du mir nennst. Und warum keine? - Aus Religion! (Friedrich Schiller)
Ja, für mich würde das bedeuten – gar keine Feiertage mehr. Keine Religion = keine Feiertage.
Ach ja, eines noch Frau Maron. Das mit der Bedeutung des Verbes „integrieren“, das stimmt schon. Nur, schon der deutschstämmige, katholische (evangelische) Mitbürger integriert sich nicht sondern opponiert gegen den Staat, wo es nur geht. Hintertreibt ihn, untergräbt ihn, holt sich, was er sich nur holen kann. Und das möglichst, ohne was zu geben. Insofern würde ich sagen, ist die Integration der meisten „neuen“ Bürger in der Bevölkerung wohl als geglückt anzusehen.
Denn jedes Volk hat die Führer (Politiker) die es verdient. Und warum sollte der Bürger nicht betrügen und hintergehen, wenn alles was er sieht nur Politiker sind, die betrügen und hintergehen?
(Und das bezieht sich übrigen nicht nur auf Politiker, sondern auf – nun, sagen wir mal „alle“ im Rampenlicht.)

Freitag, 1. Juli 2016

Wiederwahl oder Wider-Wahl ?

Wir haben gewählt. - Und leider passt das Ergebnis nicht.

Also wählen wir noch mal. So lange bis es passt? Ist das die Demokratie des Volkes oder ist das die Diktatur von technokratischen Politschniks, die sich hinter juristischen Quängeleien verstecken?

Es ist mir doch egal, wer gewinnt. Ein Gewinn für das Volk ist keiner der Kandidaten. Also sollen sie doch machen, was sie wollen. Denn Wahlen waren noch nie korrekter und werden es auch in Zukunft nicht sein.

Wenn das die moderne Demokratie ist, dass eben so ob gewählt werden kann, und Geld hinaus geworfen werden kann, nach freiem Belieben einiger lebensfremder Politbonzen, dann bitte ohne mich.
Mein Geld benutzt ihr dazu. Da kann ich nichts machen. Meine Stimme aber könnt ihr euch … in der Wahlurne suchen.

Und wenn diese Tendenz anhält – was ich vermute – dann werde ich auch bei den nächsten Wahlen leider was Wichtigeres zu tun haben. Schade!
Wenn das Gesetz nicht zum Volk passt, dann wird das Volk eben passend gemacht. Schließlich hat der Staat die Mittel dazu.
Ich dachte einmal, dass das Volk den Monarchen als Sovereign abgelöst hätte.
Aber es gibt den Straf-Tatbestand des „Verunglimpfung des Staates“. Also Majestätsbeleidigung.
Von einer „Verunglimpfung des Volkes“ hätte ich noch nie gehört.

Es stimmt wohl über Wahlen auch der Spruch über den Krieg:
Wie retten wir unseren Kopf? - Stell dir vor es ist Wahl, und keiner geht hin.