Der schwarze Kater aus dem dunklen Nordwald sitzt auf der Mauer und sieht verwundert in die Welt.
Freitag, 30. Dezember 2016
Neujahrs-Vorsatz - aus Berlin
Dienstag, 20. Dezember 2016
"Besonders widerwärtig" in Berlin
Frau
Merkel meint, „besonders widerwärtig“ wäre es, wenn der
Anschlag in Berlin von einer Person ausgeführt worden wäre, die in
Deutschland um Schutz und Asyl angesucht hätte.
Ich
finde das ein wenig zu eng gedacht.
„Besonders
widerwärtig“ wäre es, wenn der Anschlag von einem christlichen
Fundamentalisten (aus Polen?) ausgeführt worden wäre. - Ausgeführt
im Stile des IS um die Angst vor dem Fremden zu schüren und die
eigene Abneigung bestärkt und von anderen geteilt zu wissen. Und
auch das Ziel wäre gar nicht so unmöglich, denn hat nicht schon
Jesus die Händler von den Treppen des Hauses seines Vaters
vertrieben?
Dies
wäre „krank“? Vielleicht. Aber leider gar nicht unmöglich. Denn
der Fundamentalismus, und zwar jeder, ist auf Grund seiner Begrenzung
der geistigen Fähigkeiten eine Form der Krankheit. Nur leider eine
menschliche, ja all zu menschliche Krankheit.
😦
Dienstag, 29. November 2016
Arbeit, richtige
Lieber
Herr Politiker, Herr Vorstandsdirektor, Herr Kammerfunktionär, Herrn
Abgeordneter, Herr Direktor, Herr „Führungsposition“ …
…
und natürlich auch
die paar Frauen, die es in diese illustre Runde geschafft haben.
Eine
Frage.
Wann
habe Sie zuletzt etwas gearbeitet? Nein, „reden“ zählt nicht!
Reden,
verhandeln, besprechen, klären, ausmachen – dass macht die
Bevölkerung 'nebenbei' und in ihrer Freizeit. Bei der
Hausversammlung und beim Schulsprechtag, auf der Bank, am Amt oder in
der Familie.
Ich
spreche von Arbeit, die es erfordert, dass man über längere Zeit
vollständig konzentriert bei einer (im besten Falle) nicht
ungeliebten Tätigkeit zu verweilen.
Und
Multitasking bedeutet nur, dass man mit seinen Gedanken nicht mal
halb bei der Sache ist. Weil 100 durch 2 nie mehr als 50 sein kann.
Ich
spreche von Arbeit – richtiger Arbeit.
Wie
das Malen eines Bildes.
Das
Erstellen einer Bilanz.
Das
Fahren eines Zuges oder Kraftwagens.
Das
Spielen einer Mozartsonate.
Das
Schweißen eines Rohres.
Das
Aufrichten einer Wand.
Das
Zuschneiden eines Bauteiles.
Das
Erfinden einer Programmzeile.
Das
Berechnen einer Versicherungsleitung.
Das
Ausklopfen einer Motorhaube.
…
Lassen
Sie mich raten. Sie wissen es nicht mehr. Sie wissen es nicht mehr
wie richtige Arbeit sich anfühlt, denn dass, was Sie als „Beruf“
machen, dass muss jeder Mensch „nebenbei“ können.
Wenn
Sie also nicht wissen, was Arbeit ist, dann sollten Sie aber auch
aufhören damit, den Menschen, die Ihnen die Butter auf's Brot
verdienen, zu sagen, wie sie ihre Arbeit machen sollen, wie sie ihr
Leben zu leben haben.
Natürlich
kann man Unglaubwürdigkeit dadurch wett machen, dass man laut ist.
Und je lauter einer schreit, um so eher glauben ihm die Leut. (Nein,
nicht von Nestroy sondern von Hitler.)
Mit
eurem Geschrei habt Ihr die Menschen aber in eine Spirale aus Neid,
Missgunst und Hass getrieben. Eine Spirale, die sich nun immer
schneller, immer unaufhaltsamer und immer 'tiefer' dreht. Gestern
waren es die Flüchtlinge, heute sind es alle Muslime – und morgen
die Rothaarigen? Oder die Sozialhilfeempfänger? Die Rentner, die
betteln gehen müssen?
Bei
den Roten hieß es mal:
„Was
wir erhoffen von der Zukunft Ferne:
Dass
Brot und Arbeit uns gerichtet stehen,
Dass
uns're Kinder in der Schule lernen
und
uns're Alten nicht mehr betteln geh'n.“
Das
hatten wir für 50 Jahre fast. Jetzt gehen wir wieder weg davon.
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Mittwoch, 16. November 2016
1000 Euro Mindestpension
„Mindestpension“
– der Begriff kommt so im gültigen Gesetz nicht vor. Bisher gibt
es „Pension“ plus „Zulage“ wenn man unter 900 Euro Einkommen
hat.
Und
wenn die „Mindestpension mit 30 Beitragsjahren“ kommt?
Fall
A – Rumäne arbeitet 20 Jahre in Rumänien und 15 Jahre in
Österreich – Er erhält die 1000 Euro österr. Pension zur
rumänischen.
Fall
B – Türke arbeitet 1 Jahr in Österreich, 10 Jahre in der Türkei
und kauft in der Türkei (zum Preis von 2 Ziegen) 19 Beitragsjahre
nach – Er erhält die 1000 Euro österr. Pension zur türkischen.
Detail
am Rande:
„Pension“
wird auch ins Ausland gezahlt „Zulage“ nicht – gibt es aber die
„Mindestpension“, so erhalten Fall A und B die 1000 Euro österr.
Pension auch, wenn sie in Bukarest oder Izmir wohnen.
Wenn
es also Ziel war ein angeschlagenem System weiter zu schädigen, dann
ist das mit dieser Gesetzesnovelle gelungen.
Banken
und Versicherungen werden es den Herrschaften im Ministerium schon zu
danken wissen.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Werbung - In eigener Sache
Sorry, aber ein bischen Werbung für mich selbst muss ich auch machen.
(Weil es macht sonst keiner ;)
... bei Amazon ...
und natürlich im Buchhandel!
(Weil es macht sonst keiner ;)
Ein sinnloser Mord in einer kleinen Stadt. Ein Opfer, ein Tater, ein Kommissar. Wie einfach ware das Leben wurde nicht Karl Meixner, Freund des Opfers und selbst Ermittler, beginnen Fragen zu stellen. Scheint doch jedermann begierig zu sein, den Fall moglichst ohne Aufsehen unter den Tisch zu kehren. So kehrt er in die enge Stadt seiner Jugend zuruck, die er zu vergessen suchte. Zu Menschen, die ihn nicht vergessen haben, ihm aber vieles verschweigen. Weil es zu vieles gibt, woruber man nicht spricht. Oder selbst nicht wahrhaben will. Zumal sich hinter jeder Tur ein neuer Verdachtiger, ein neues Motiv ergibt. War doch der Ermordete selbst ein Meister der Manipulation und der doppelten Boden."
... bei Amazon ...
und natürlich im Buchhandel!
Cote Sud
Das
Freihausviertel hinter der Technischen Uni ist bekannt für seinen
kleinen und feinen Lokale. Und dafür, dass sie kommen und auch bald
wieder wechseln.
Was
sich lange hält, das ist das Cote Sud – www.cotesud.at
– in der Schleifmühlgasse.
Wenige
Tische und eine kleine Karte. Das Ganze klingt französisch, die
Küche ist aber der Regionalität ebenso verpflichtet. Neben der
Karte gibt es immer Tagesgerichte, man wird aber jedenfalls
informiert auch ohne nachzufragen. Auch bei den Weinen empfiehlt es
sich, die Wünsche mit der Chefin zu besprechen. Denn mehr Personal
gibt es nicht. Noch den Koch hinter der Theke und eine Hilfe – mehr
Platz ist nicht. Auch darum wird (muss) alles a la minute produziert
werden. Eine interessante Abwechslung im Gastronomieleben. Stress
kommt ein wenig auf, wenn das Lokal voll ist, was schnell der Fall
ist, aber für ein hektisches Geschäftsessen geht man wo anders hin.
Die
Qualität jedenfalls ist hervorragend und alle Gerichte konnten
überzeugen.
Billig
ist anders – ein an der Qualität gemessen kostengünstiges
Erlebnis aber durchaus.
Jedenfalls
reservieren!!
Sonntag, 23. Oktober 2016
Eine Kleinigkeit vergessen?
Am 17.10.2016 erschien im NEWS ein
Artikel zur Pensionsreform von Carina Pachner in dem ich einen
kleinen, aber weitreichenden Fehler entdeckte
Die Ausgleichszulage (§ 292 ff ASVG)
hat nichts mit einer „Mindestpension“ zu tun sondern ist eine
Leistung der Sozialhilfe! Aus diesem Grund konnte sie auch in den
Ausnahmenkatalog der EU-Verordnung 883 aufgenommen werden und muss
deshalb nicht exportiert werden.
Sie schreibt über die Verknüpfung von
Ausgleichszulage und Beitragsmonaten so locker und unbedarft, wie das
auch im Gesetzesentwurf steht. Dies hat aber weitreichende
Auswirkungen, welche (bewusst?) verschwiegen werden.
1 - „Beitragsmonate“, was ist das?
Beispiel: ein Mann arbeitet 29 Jahre in Rumänien und 1 Jahr in
Österreich. Er bekommt eine rumänische Pension von 200,- und eine
österreichische von 100,-; Bei der Prüfung der Ausgleichszulage
würde sich hier eine (alte) Ausgleichszulage von ca. 580,- ergeben,
nach neuem Recht eine von 700,-. Wenn der Mann in Österreich lebt!
2 – Der Mann aus oberem Beispiel lebt
in Rumänien. Da jetzt die Ausgleichszulage nicht mehr eine „reine“
Sozialhilfeleistung ist, sondern an Versicherungsleistungen geknüpft,
ist die Ausnahmeregelung der Verordnung 883 nicht mehr haltbar. Nach
altem Recht würde der Mann 0,- Ausgleichszulage bekommen, nach neuem
Recht 700,- . Und davon muss er noch mal Krankenversicherung zahlen,
wie er es müsste, wenn er in Österreich leben würde.
Dieses Beispiel lässt sich natürlich
auch mit Serbien, Türkei, Australien und vielen Ländern mehr
durchrechnen und man kommt auf das selbe Ergebnis.
Meines Erachtens liegt hierin sehr viel
mehr Sprengkraft als im „Pensions-Hunderter“ über den man
streitet.
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass
man den Hauptverband der SV-Träger Österreichs auch seit Jahren
nicht mehr um Stellungnahmen zu Gesetzesänderungen befragt. Woher
sollte auch der Schmied wissen, was dem Schmiedl alles schief
gegangen ist?
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